Das Ariowitsch-Haus öffnet am 6. April virtuell

Liebe Freunde des Ariowitsch-Hauses,

die derzeitige Lage fordert uns leider, alle unsere Veranstaltungen bis auf Weiteres abzusagen. Wann wir wieder mit Veranstaltungen weitermachen, erfahren Sie an dieser Stelle.

Dennoch möchten wir Sie auch in den nächsten Wochen und Monaten so unterhalten, wie Sie es von uns gewohnt sind. Deshalb haben wir ein neues Format geschaffen, das am 6. April starten wird: das Ariowitsch-Haus virtuell.

Schauen Sie doch einfach regelmäßig auf unserer Homepage, unserer Facebook-Seite sowie auf dem eigens dafür eingerichteten Youtube-Channel vorbei. Dort werden Sie unterhaltsame und kreative Beträge finden ebenso wie Video-Vorträge zu einigen ausgefallenen Veranstaltungen.

Den Auftakt übernimmt Küf Kaufmann selbst: Er liest aus seinem Roman „Wodka ist immer koscher“. Jede Woche gibt es eine weitere Geschichte, manchmal humorvoll, manchmal traurig.

Der Landesrabbiner Zsolt Balla lädt außerdem alle Interessierten zu seinem Live-Stream von „Pessach für jedermann“ ein.

Es gibt viele weitere Ideen und das Angebot wird wöchentlich ausgebaut. Regelmäßiges Reinschauen lohnt sich. Wir freuen uns über jeden virtuellen Besucher.

Wir wünschen Ihnen allen, die Corona-Virus-Zeiten gesund zu überstehen und wir bleiben einander treu.

Ihr Ariowitsch-Haus Team

Frühling im Ariowitsch-Haus

Begegnungen im Ariowitsch-Haus. Das Ariowitsch-Haus präsentiert sein Frühlingsprogramm

Langsam wird es draußen heller, die Sonne wärmt und lädt ein, hinauszugehen. Passend zur Jahreszeit hat das Zentrum jüdischer Kultur von März bis Mai ein wunderbares Programm mit literarischen und musikalischen Highlights zusammengestellt.

Der Frühling beginnt mit einem Leipziger Klassiker: vom 12. bis 14. März finden im Rahmen der Buchmesse und „Leipzig liest“ eine Vielzahl von Lesungen im Ariowitsch-Haus statt – traditionell mit der Lesereihe des Bertelsmann-Verlages Jüdische Lebenswelten. Unter dem Motto „Brücken gegen das Vergessen“ sind insgesamt 17 Autorinnen und Autoren von Donnerstag bis Samstag zwischen 17 und 22 Uhr bei uns zu Gast. Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf www.ariowitschhaus.de/veranstaltungen

Ab dem 1. März gibt es zudem im Ausstellungsraum die Ausstellung „Jüdinnen in Leipzig“ zu sehen. Die Ausstellung zeigt Kurzporträts Leipziger Jüdinnen, die mit ihrer Perspektive einen ganz besonderen Blick auf das vergangene „Jahrhundert der Extreme“ erlauben. Die Ausstellung der Ephraim Carlebach Stiftung ist bis zum 31. August im Ariowitsch-Haus ausgestellt. Begleitende Veranstaltungen dazu sind bereits in Planung.

Im 7. Teil der Vortragsreihe „Basiswissen zum Judentum“ geht es am 18. März ab 18 Uhr darum, wie Juden beten. Dr. Timotheus Arndt von der Universität Leipzig und der sächsische Landesrabbiner Zsolt Balla erklären unter anderem, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es zwischen Juden- und Christentum gibt, wie sich die Gebetsordnung entwickelt hat und wie ein jüdisches Gebetsbuch aussieht.

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Für Freundinnen und Freunde der Lyrik gibt es am 22. März ab 15 Uhr eine Veranstaltung zu Else Lasker-Schüler. Zu Ehren ihres 151. Geburtstags soll es in dem Vortrag mit Lesung, begleitet von Bildern und Klaviermusik, um ihr Leben und ihr Werk gehen. Die Veranstaltung findet in deutscher und russischer Sprache und gemeinsam mit der AG Jüdisches Leben des Bürgerverein Waldstraßenviertel e. V. statt. Es lesen Küf Kaufmann und Heinz Bönig.

Im April beschäftigt sich zunächst Thomas Schinköth genauer mit Barnet Licht. Am 5. April um 15 Uhr wird der Musiker, Publizist und Sozialarbeiter in einem Vortrag näher vorgestellt. Der Leipziger Synagogalchor untermalt gemeinsam mit Falk Hoffmann (Tenor) und Ulrich Vogel (Klavier) die Veranstaltung mit eben jenen Stücken, die unter Barnet Licht in Leipzig aufgeführt wurden.

Ab dem darauffolgenden Montag, dem 6. April wird eine weitere Ausstellung im Ariowitsch-Haus gezeigt: Schülerinnen und Schüler des Humboldtgymnasiums zeigen Impressionen aus Krakau und Auschwitz, die sie selbst gesammelt haben. Zur Eröffnung um 18 Uhr sprechen die Beteiligten über ihre Eindrücke. Die Ausstellung mit dem Titel „Auschwitz – Begegnung mit dem menschlichen Abgrund“ ist bis zum 25. Mai im Salon zu sehen.

Im Gedenken an 1.500 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die in der Nacht des 13. April 1945 vom KZ-Außenlager Wolfswinkel/Markkleeberg Richtung Theresienstadt getrieben wurden, lädt der Notenspur Leipzig e. V. und Flügelschlag Werkbühne e. V. ein, gemeinsam den ersten Teil des Todesmarschs zu gehen. Am 13. April laufen sie ab 19 Uhr den Schneeblumen-Gedenkweg ab dem ehemaligen KZ-Außenlager (Equipagenweg 21-23) und kommen gegen 22:30 Uhr am Gutshof Leipzig-Stötteritz an.

„All my deepest love…“ – Briefe an Wilma, heißt die szenische Lesung, die unter der künstlerischen Leitung von Meigl Hoffmann am 19. April um 11 Uhr zum Jahrestag der Befreiung Leipzigs präsentiert wird. Gelesen werden Briefe von Greg und Wilma, die sich 1943 in den USA zu einem Blind Date trafen und fortan, auch während Gregs Einsatzes im 2. Weltkrieg für die US-Army, über 800 Briefe schrieben. Begleitet wird die Lesung durch Musik von Ilya Foigl (Geige) und historische Informationen von Nora Michalski (Stadtarchiv Leipzig).

Wer schon immer mehr über die Pessach-Feierlichkeiten wissen wollte hat am 20. April um 19 Uhr beim Pessach für Jedermann die Chance. Der Leipziger Gemeinderabbiner Zsolt Balla führt in die Rituale und Symbolik und die kulinarischen Besonderheiten ein. Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung (unter 0341 1236000) zwingend erforderlich. Der Eintritt beträgt 22 €.

Zum Holocaust-Gedenktag am 21. April erinnert das Zentrum jüdische Kultur und die TOS Gemeinde Leipzig mit dem „Marsch des Lebens“ ab 17 Uhr an die Opfer der Shoah, sucht aber zugleich Versöhnung, setzt ein Zeichen gegen modernen Antisemitismus und bekundet Freundschaft mit Israel. Auch in diesem Jahr beginnt der Marsch mit einer öffentlichen Schweigeminute auf der Terrasse des Ariowitsch-Hauses und endet mit einer Abschlussveranstaltung in der Innenstadt.

„Was ist kosher?“ lautet die Frage im 8. und letzten Teil der Vortragsreihe „Basiswissen zum Judentum“, mit Dr. Timotheus Arndt von der Universität Leipzig und dem sächsischen Landesrabbiner Zsolt Balla, die alles Wichtige zu den jüdischen Speiseregeln vermitteln. Am 22. April sind Sie ab 18 Uhr herzlich eingeladen, mehr darüber zu erfahren.

Einen Blick über den Tellerrand gibt am 23. April um 19 Uhr die Jüdisch-Christliche Arbeitsgemeinschaft mit dem Vortrag von Dr. Jürgen Nitsche, der über Juden in Mittweida spricht. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf ihre Beziehung zu Leipzig.

Zur Feier des Israeltages am 3. Mai um 15 Uhr spricht die israelische Bloggerin und politische Beraterin Jenny Havemann um „Feministische Emanzipation in Israel und im Nahen Osten“ und geht dabei auf die Situation im Nahen Osten ein, wo Frauen laut dem Weltwirtschaftsforum am stärksten unter Diskriminierung und Armut leben. Denn auch hier demonstrieren Frauen immer häufiger für ihre Rechte. Der Vortrag wird von Grußworten zum Israeltag und Musik vom Frauenchor Chorabella umrahmt.

Musikalisch geht es am 14. Mai weiter: Die Piano-Boggie-Woggie-Masters ziehen aus der Blüthner Piano Fabrik in Großpösna ins Ariowitsch-Haus nach Leipzig. Um 19:30 Uhr präsentiert die Christl + Christl Kulturwerkstatt Boogie-Woogie Piano, Blues-Piano und alle Spielarten der Klaviermusik von 1900 bis 1950 aus den Kneipen, Barrelhouses, Vaudeville-Theatern und Konzerthäusern Amerikas.  Katharina Alber (Innsbruck), Lluis Coloma (Barcelona) und Christian Christl (Essen) spielen zunächst solistisch, im zweiten Teil „Music & Talk“ geben sie sich dann gegenseitig die Tasten in die Hände, spielen vierhändig, mal wieder solistisch und natürlich auch zu dritt.  Tickets gibt es im Vorverkauf zu je 24 €, an der Abendkasse zu 29 €.

Mit dem Festival „Rap Against Hate!“ findet am 15. Mai von 18 bis 22 Uhr auf der Parkbühne GeyserHaus der Höhepunkt und Abschluss eines interkulturellen Kunstprojekts gegen Antisemitismus, Rassismus und Misogynie statt. Im vergangenen Jahr erarbeiteten mehr als 250 Schülerinnen und Schüler in sechs Workshops Rap-Songs, Graffitis und Fotos. Diese sollen zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert werden, zusammen mit Rap-Künstlerinnen und -Künstlern wie Amewu, Lena Stoehrfaktor, Der Reimteufel & Suncalina und DJ-Phantom.

Etwas andere Musik gibt es am 19. Mai: Hanns Eisler und Erwin Schulhoff, zwei Komponisten von außergewöhnlicher Begabung, die die zeitgenössische Musik beeinflussten Die beiden Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit engen Verbindungen zu Leipzig werden um 19 Uhr vom Bürgerverein Waldstraßenviertel e. V. in einem Vortrag von Hartmut Brockenheimer vorgestellt..

Zum Abschluss des Mai lädt das Zentrum jüdischer Kultur am Jerusalemtag, dem 24. Mai,  16 Uhr in die Gemeindesynagoge in der Keilstraße ein. Der Frankfurter Kantor Yoni Rose und der bekannte israelische Pianist und Dirigent Adi Bar präsentieren in einer „Sternstunde der Kantoralen Musik“ einige der größten Hits dieser Musik.

Damit schließt der Auftakt in die neue Saison im Kultur- und Begegnungszentrum. Das Ariowitsch-Haus lädt alle Interessierten, alte wie neue Freundinnen und Freunde zu diesem ereignisreichen und vielfältigen Frühling ein.

Medienpädagogisches Projekt zur Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte Sachsens gestartet.

Die Idee: Schüler setzen sich mit jüdischer Geschichte in Sachsen auseinander, suchen außergewöhnliche Ereignisse, begeben sich mit einem alten VW-Bus auf Forschungsreise durch Sachsen und drehen einen Film darüber.

Der erste Film wurde bereits gedreht. SchülerInnen des Ehrenfried-Walther-von-Tschirnhaus-Gymnasium Dresden untersuchten die Familiengeschichte einer Mitschülerin, deren Spuren sie nach Leipzig führten. Die Aufführung des dabei entstandenen Filmes wird im Frühjahr 2020 im Treibhaus Döbeln stattfinden.

Vier weitere Filme werden 2020 folgen.

Ein Projekt mit freundlicher Unterstützung von „Demokratie leben!“ und dem Beauftragten der Sächsischen Regierung für das jüdische Leben, Dr. Thomas Feist.

Bloch im Bahnhof – ein emotionaler Rückblick – jetzt auf youtube

Ab jetzt ist es möglich, noch einmal auf das emotionale und bewegende Abschlusskonzert der #JüdischenWoche im Leipziger Hauptbahnhof zurückzublicken. 200 vor allem junge deutsche und israelische Musiker/innen brachten unter der Leitung von Ludwig Böhme eines der größten jüdischen chorsinfonischen Werke, das „Avodath Hakodesh“ (Sabbat Gottesdienst) von Ernest Bloch zur Aufführung.

Vielen Dank an Stephan Dietze von anders-drehen und alle Mitwirkenden und Unterstützer: Leipziger Synagogalchor, Jugendsinfonieorchester Leipzig, Männerstimmen des MDR Kinderchor, #MoranChoir#GewandhausJugendchor#LeipzigerVocalkollektiv, Chorpaten des #MDRRundfunkchores, Promenaden Hauptbahnhof.

Und hier geht´s zum Video: https://m.youtube.com/watch?v=olN7uxFbdA8

Am Abend des 9. Oktober finden wir ein Zeichen der Solidarität vor dem Ariowitschhaus. Wir sagen Danke für die Anteilnahme und emotionale Unterstützung.

Unsere Gedanken sind bei den Opfern des schrecklichen Ereignisses in Halle/Saale und deren Familien und Freunden.

Jüdische Woche 2019 – Impressionen

Trotz tropischer Temperaturen von bis zu 38 °C blicken wir auf eine sehr erfolgreiche Jüdische Woche zurück. Mehr als 10.000 Besucher nahmen an den über 100 verschiedenen Veranstaltungen teil. 

Hier finden Sie einige Impressionen der Jüdischen Woche im Ariowitsch-Haus.

Die nächste Jüdische Woche findet vom 26. Juni – 4. Juli 2021 statt.

Kultusminister Piwarz schloss gestern, den 8. Mai 2019, den Gestellungsvertrag mit dem Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden in Vertretung der Vorsitzenden Dr. Nora Goldenbogen und dem stellvertretenden Vorsitzenden Küf Kaufmann über die Gestellung von Lehrkräften im Dienst des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden oder seiner Mitgliedsgemeinden. Damit soll der Jüdische Religionsunterricht durch Mitarbeiter bzw. Lehrkräfte der Jüdischen Gemeinden sichergestellt werden.

Der Sächsische Staatsminister des Innern, Prof. Dr. Roland Wöller nach dem sachlichen und offenen Gespräch am 8. Mai 2019 mit Vertretern der jüdischen Gemeinschaft Sachsens: v.r.n.l. Landesrabbiner Zsolt Balla, Vorsitzender der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig und Präsidiumsmitglied des Zentralrat der Juden in Deutschland, Küf Kaufmann, Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der jüdischen Gemeinden und Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Dresden, Dr. Nora Goldenbogen, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Chemnitz, Dr. Ruth Röcher.

Unsere nächsten Veranstaltungen