Dr. Schuster für weitere vier Jahre an Spitze des Zentralrats der Juden

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, ist am Sonntag in Frankfurt am Main in seinem Amt bestätigt worden. Das Präsidium des Zentralrats wählte den 64-jährigen Internisten aus Würzburg einstimmig für weitere vier Jahre.

Nach seiner Wahl erklärte Dr. Schuster: „Ich freue mich sehr über die Wiederwahl und danke den Delegierten und dem Präsidium für ihr Vertrauen. Der Zentralrat der Juden wird sich weiterhin für eine sichere jüdische Zukunft in Deutschland einsetzen und seine Stimme gegen bedenkliche gesellschaftliche Entwicklungen erheben. Auch in Zeiten eines wachsenden Antisemitismus lassen wir uns nicht entmutigen. Wir werden unseren Beitrag zu  einem toleranten und weltoffenen Deutschland leisten.“

Als Vizepräsidenten wurden Mark Dainow (Offenbach) und Abraham Lehrer (Köln) ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt. Daneben wurden folgende Mitglieder in das Präsidium des Zentralrats gewählt: Küf Kaufmann (Leipzig), Ran Ronen (Düsseldorf), Milena Rosenzweig-Winter (Berlin), Harry Schnabel (Frankfurt/Main), Vera Szackamer (München) und Barbara Traub (Stuttgart).

Am Sonntag war in Frankfurt am Main die Ratsversammlung des Zentralrats der Juden zusammengetreten. Die knapp 100 Delegierten wählten satzungsgemäß aus ihrer Mitte für die Dauer von vier Jahren drei Mitglieder in das Präsidium des Zentralrats. Das Direktorium wählte anschließend die weiteren sechs Mitglieder des Präsidiums. Danach fand im Präsidium die Wahl des Präsidenten und der beiden Vizepräsidenten statt.

Die Ratsversammlung ist das oberste Entscheidungsgremium des Zentralrats der Juden und tagt einmal im Jahr. Sie verabschiedet den Haushalt und überwacht die Arbeit des Vorstands. Die Ratsversammlung entscheidet über alle Grundsatzfragen der jüdischen Gemeinschaft. Der Ratsversammlung gehören alle Landesverbände und einzelne Großgemeinden (Berlin, München, Frankfurt/M. und Köln) an.

Auch der Gemeinderabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig, Zsolt Balla, wurde wiedergewählt in das Präsidium der orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland.

Winter im Ariowitsch-Haus

Der Winter hält Einzug ins Zentrum Jüdischer Kultur, begleitet von Tänzen, jüdischen Bräuchen, klassischem Gesang, Chormusik, wissenswerten Vorträgen, Ausstellungen und Lesungen. Weitere Informationen finden Sie in unserem aktuellen Winterprogramm.

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9 | 11 Pogrom – ein Gedenkkonzert der besonderen Art

Am Sonntag, den 11.11. fand um 17 Uhr im Ariowitsch-Haus eine Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Pogromnacht statt – ein besonderes Ereignis in Tagen der Trauer, eine musikalische Darbietung, die bewegte und noch lange nachwirken wird. Mit raumfüllender Lichtmalerei und vielschichtigen Querflötenklängen haben sich die Leipziger Musikerin Brunhild Fischer und ihre Berliner Kollegen KOPFFARBEN mit gefühlvollen Improvisationen den Ereignissen des 9. Novembers gewidmet. Beeindruckend dabei ist die Kreation von Brunhild Fischer, die hier als Komponistin ihr Werk vorgestellt hat. Mit einer Mischung aus Klängen der Querflöte, Loopsounds und Toneinspielungen hat sie eine eigens für diesen Abend entwickelte Musik arrangierte, die harmonisch und eindringlich zugleich die traurige Thematik beschrieb und in den Saal des Ariowitsch-Hauses trug. Zugleich wurden die Besucher mitgenommen auf eine Bilderreise. Julia Schäfer zeichnete live vor den Augen der Zuschauer bewegende Bilder, die in den Raum projiziert und von Johannes Schmidt passend zur Musik animiert wurden – beengende Häuserfluchten, Hände, die sich flehend in den Himmel recken, kauernde Menschen, die beschützend ein Kind im Arm halten und zum Schluss ein Meer aus Kerzen. So entstand ein Licht- und Klangkosmos, der den Raum ausfüllte und ein minutenlanges Schweigen der Besucher am Ende der Vorstellung nach sich zog, bevor ein tosender, nicht enden wollender Applaus anbrach. Eine besondere Form des Gedenkens, das tief in die menschliche Seele und in die Herzen drang.

Die nächste Jüdische Woche findet vom 23. Juni – 30. Juni 2019 statt.

Jüdische Woche 2017 – ein Rückblick

Eröffnung der Jüdischen Woche am 18. Juni 2017

Am Sonntag, den 18. Juni, 15 Uhr, fand die feierliche Eröffnung in der Gemeindesynagoge, Keilstraße 4, statt. Im Anschluss daran waren die Gäste zu einem kleinen Empfang mit historischem Antlitz geladen. Wir danken dem Schauspiel Leipzig für die wunderbare Unterstützung des historischen Empfangs.

Das gesamte Programm der Jüdischen Woche steht Ihnen hier zum Herunterladen als Programmheft mit dem dazu gehörigen Stadtplan (Innenseite) und Stadtplan (Außenseite) zur Verfügung.

Informationen zur Jüdischen Woche finden Sie unter www.leipzig.de/juedische-woche oder auf Facebook.

Jüdische Woche im Ariowitsch-Haus 

Zwischen dem 14. Juni und dem 25. Juni fanden 13 Veranstaltungen im Zentrum Jüdischer Kultur statt – 4 Ausstellungseröffnungen, 3 Konzerte sowie Vorträge, Tanztheater, Begegnungsabende und musikalisch-literarische Abende. Bei wunderschönem Sommerwetter und guter Stimmung blicken wir auf eine erfolgreiche jüdische Woche zurück.

Die nächste Jüdische Woche findet vom 23. Juni bis 30. Juni 2019 statt.

Unsere nächsten Veranstaltungen