Frühling im Ariowitsch-Haus

Der Frühling bringt ein vollgepacktes Veranstaltungsangebot mit sich. Musicaldarstellerinnen, Autoren, israelische Referentinnen, der Gemeinderabbiner Zsolt Balla, die Künstlerin Neta Door Lehmelshtrich und viele andere neue und bekannte Gesichter geben sich die Ehre und bieten den Besuchern des Zentrums Jüdischer Kultur ein buntes Programm.

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Linda Rietdorff ist Musicalsängerin und berichtet am 4. März, 17 Uhr, musikalisch über „Die Bretter, die die Welt bedeuten“ aus ihrem Leben als Musicaldarstellerin. Sie erzählt von grellem Lampenlicht, harter täglicher Arbeit, Siegen und Niederlagen bei Auditions und Vorsingen und dem Publikumsapplaus, der der wichtigste Lohn des Künstlers ist. Begleitet wird sie dabei von der Pianistin Lora Kostina. Eintritt: 10 €, ermäßigt 5 €

Am 8. März, 18 Uhr, spricht Prof. Dr. Wolfgang Geier in seiner schon zur Tradition gewordenen Vortragsreihe über Mythen und Fakten zur ägyptischen Gefangenschaft und dem babylonischen Exil.

Neve Shalom/Wahat al-Salam – Oase des Friedens – heißt ein Dorf in Israel, in dem Juden und Palästinenser friedlich zusammen leben – und das mitten im Nahost-Konflikt. Am 13. März, 18 Uhr, spricht ein junges jüdisch-palästinensisches Vortragsteam darüber, wie es sich in diesem einzigartigen interkulturellen, zweisprachigen Ort lebt und wie sie gemeinsam die Herausforderungen des Alltags meistern – friedlich.

17 Autoren lesen in diesem Jahr zum Lesefestival „Leipzig liest“ im Rahmen der Lesereihe „Jüdische Lebenswelten“ des Bertelsmann-Verlages vom 15.3. bis 17.3. im Ariowitsch-Haus. Nähere Informationen zu den Autoren und den Uhrzeiten finden Sie in unserem Frühlingsflyer oder auf www.ariowitschhaus.de/veranstaltungen.

Im 4. Teil seiner Vortragsreihe „Im Archiv nicht vergessen“ spricht Dr. Ittai Joseph Tamari, Leiter des Zentralarchivs zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland am 22. März, 18 Uhr, über Rabbiner David Feldmann (1884 Тальн, Ukraine – 1955 Manchester, England) – Rabbiner der orthodoxen Gemeinde in Leipzig zwischen 1910-1933.

Das jüdische Pessachfest und das christliche Osterfest liegen in diesem Jahr dicht beieinander. Wer wissen möchte, was beim Pessachfest gefeiert wird, erfährt dies am 3. April, 19 Uhr, durch den Gemeinderabbiner Zsolt Balla, der in „Pessach für Jedermann“ die Rituale und die Symbolik des Sederabends erklärt und durchführt. Kursgebühr: 20 €. Anmeldung über die Volkshochschule Leipzig.

Prof. Wolfgang Geier spricht am 5. April, 18 Uhr, über Jüdische Gelehrsamkeit und Bildung – Akademien, Mischna und Talmud.

Am 10. April, 19 Uhr, präsentiert die AG Jüdisches Leben des Bürgervereins Waldstraßenviertel e. V. einen Vortrag über die Frauenrechtlerin und Pädagogin Henriette Goldschmidt. Die Leiterin der Henriette-Goldschmidt-Schule Leipzig, Frau Dr. Sigrun Helfricht referiert hierzu.

Zum 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels finden gleich mehrere Veranstaltungen im Ariowitsch-Haus statt:

Am 15. April, 17 Uhr, wird die Ausstellung der israelischen Künstlerin Neta Door Lehmelshtrich aus der Leipziger Partnerstadt Herzliya eröffnet. Sie gehörte mit zu den ersten Künstlern aus Israel, die

nach dem Ende der DDR Leipziger Boden betraten und ihre Arbeiten in Leipzig zeigten.

Die Vorfahren von Neta Dor kamen, wie die Vorfahren vieler israelischer Künstler und Schriftsteller (z. B. Amos Oz), aus Russland. Neta Dor wurde 1942 in Ramat Gan, Israel, geboren und erlebte mit 6 Jahren die Gründung des israelischen Staates, für den sie sich immer eingesetzt hat mit ihrem Wissen und Können. Mehrfach wurde sie für ihr grafisches Werk mit dem Israel-Graphotek-Preis ausgezeichnet und erhielt für herausragende Leistungen internationale Anerkennungen.

 

Am 19. April, 17 Uhr, Abend des Unabhängigkeitstages, führt die Jüdisch-Christliche Arbeitsgemeinschaft ein Gespräch zu Staat und Religion in Israel durch. Vor genau 70 Jahren – nach jüdischem Kalender – wurde der Staat Israel gegründet. Seine Unabhängigkeitserklärung bezieht sich sowohl auf die Bibel als auch auf die Freiheits- und Gleichheitsgrundsätze der Französischen Revolution. Wie sich der jüdische Staat zu den verschiedenen Religionen im Lande Israels verhält, wird Inhalt dieser Veranstaltung sein.

 

Feierliche Begegnungen gibt es am 22. April, 17 Uhr, mit einer Ansprache des Oberbürgermeisters Burkhard Jung und einem Grußwort des Botschafters des Staates Israel sowie Vorträgen, israelischer Musik und der Eröffnung einer kleinen Ausstellung mit „Persönlichen Impressionen aus Israel“. Eintritt nur mit Einladung.

Dr. Ittai Joseph Tamari, Leiter des Zentralarchivs zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland spricht am 26. April, 18 Uhr, über Rabbiner Prof. Dr. Nathan Porges (1848 Prostějov, Mähren – 1924 Würzburg) – 1888-1917 Rabbiner der Reformgemeinde in Leipzig.

Mit der Lesung „Der Stolperstein“ endet der April am 29. April, 17 Uhr. Der Autor Rudi Raab arbeitet zusammen mit seiner Frau Julie Freestone in diesem historischen Roman seine Lebensgeschichte auf. Es ist eine Entdeckungsreise über zwei Kontinente, auf der die Autoren Familiengeheimnisse enthüllen, die sie sich nicht erträumt hätten. Eine wichtige Szene des Romans spielt in Leipzig-Gohlis. Die zwei Söhne eines Leipziger Polizeiinspektors könnten unterschiedlicher nicht sein. Einer wurde ein ranghoher Nazi und der andere ging in den Widerstand und wurde schließlich von der Gestapo ermordet.

Rudi Raab wurde eine Woche nach Ende des 2. Weltkrieges geboren und ist im Alter von 21 Jahren in die USA ausgewandert. Als Polizeibeamter in Berkeley, Kalifornien, lernte er die Journalistin Julie Freestone, Tochter jüdischer Einwanderer, kennen. Mit ihr zusammen rekonstruierte er den kurzen Lebens- und Leidensweg seines Onkels.

Das war die 12. Jüdische Woche in Leipzig (18. Juni bis 25. Juni 2017)

Eröffnung der Jüdischen Woche am 18. Juni 2017 – ein Rückblick.

Am Sonntag, den 18. Juni, 15 Uhr, fand die feierliche Eröffnung in der Gemeindesynagoge, Keilstraße 4, statt. Im Anschluss daran waren die Gäste zu einem kleinen Empfang mit historischem Antlitz geladen. Wir danken dem Schauspiel Leipzig für die wunderbare Unterstützung des historischen Empfangs.

Das gesamte Programm der Jüdischen Woche steht Ihnen hier zum Herunterladen als Programmheft mit dem dazu gehörigen Stadtplan (Innenseite) und Stadtplan (Außenseite) zur Verfügung.

Informationen zur Jüdischen Woche finden Sie unter www.leipzig.de/juedische-woche oder auf Facebook.

Jüdische Woche im Ariowitsch-Haus – ein Rückblick.

Zwischen dem 14. Juni und dem 25. Juni fanden 13 Veranstaltungen im Zentrum Jüdischer Kultur statt – 4 Ausstellungseröffnungen, 3 Konzerte sowie Vorträge, Tanztheater, Begegnungsabende und musikalisch-literarische Abende. Bei wunderschönem Sommerwetter und guter Stimmung blicken wir auf eine erfolgreiche jüdische Woche zurück.

Die nächste Jüdische Woche findet vom 23. Juni bis 30. Juni 2019 statt.

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