Konzertreise des Leipziger Synagogalchores nach Israel vom 10. bis 19. November 2017

Workshopangebote für Schüler mit EnterHistory!

Workshop 2

„Zur Geschichte von Leipzigs jüdischer Gemeinde!“ EnterHistory! geht wieder auf Stimmenfang!

15.11., 16.11., 17.11., jeweils 16 bis 20 Uhr (ab 16 Jahre), hier, im Ariowitsch-Haus, und im Bromologic-Tonstudio!

Anmeldeschluss: 3.11.17

Details gibt’s hier!

Das Herbstprogramm ist da!

Mit „Klängen der Hoffnung – Musik verbindet“ wird am 3. September, 17 Uhr, das Herbstprogramm des Ariowitsch-Hauses eröffnet. Unter dem Titel „Schalomaleikum – Jüdische Klezmermusik trifft auf arabische Melodien“ musizieren Basel Alkatrib (Oud) und Ghandi Aljrf (Percussion) aus Syrien sowie die Rozhinkes-MusikerInnen Samuel Seifert (Violine), Tilmann Löser (Klavier) und Karolina Trybala (Gesang).

Orient und Okzident begegnen sich auf diesem Konzert mal temperamentvoll, mal behutsam. Und die Sprache der Musik baut spielend Brücken zwischen unterschiedlichen Religionen, Kulturen und Musikstilen. Ein Konzert, das einlädt, sich zu begegnen, aufeinander zuzugehen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Am 5. September, 18 Uhr, spricht ein langjähriger und gern gesehener Gast des Begegnungszentrums, Prof. Dr. Wolfgang Geier, in seiner Vortragsreihe über die Städte Amsterdam, Prag, Venedig, Wien und deren Gemeinden, Ghettos, Judenviertel und Einrichtungen.

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„Im Archiv nicht vergessen – Leipziger jüdische Persönlichkeiten“ heißt eine neue Vortragsreihe mit dem Leiter des Zentralarchivs zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland Dr. Ittai Joseph Tamari.  Es sind Persönlichkeiten wie Schmu’el Joseph Agnon, der Literaturnobelpreisträger des Jahres 1966 oder Rafael Frank, der Entwickler der meistverwendeten hebräischen Druckschrift sowie Ferdinand Lassalle, einer der wichtigsten Denker des modernen Sozialismus, über die Dr. Ittai Joseph Tamari sprechen wird. Sie alle haben zumindest einige Zeit in Leipzig gelebt oder gewirkt, auch wenn man sie nicht unbedingt hier verorten würde. Dr. Tamari holt sie aus seinem Archiv zurück nach Leipzig und stellt sie in interessanten Einzelportraits vor.

Am 14. September, 18 Uhr, geht es um Rafael Frank (1867 Ichenhausen-1920 Leipzig) – Kantor und Religionslehrer der Israelitischen Religionsgemeinde in Leipzig. Rafael Frank entwarf u.a. die meistverwendete hebräische Druckschrift „Frank-Rühl“, die 1908 in Leipzig bei der Schriftgießerei C. F. Rühl herauskam. Sein Entwurf ist bis heute eine Mischung aus deutschem Jugendstil mit Elementen der Amsterdamer Letter, wie sie seit dem 17. Jahrhundert im jüdischen Raum avancierte. Die „Frank-Rühl“-Letter ist damit eine aktive Reminiszenz aus der Zeit als Leipzig die Druckmetropole war.

Prof. Dr. Wolfgang Geier läutet den Oktober im Ariowitsch-Haus ein. Am 10. Oktober, 18 Uhr, referiert er über Vilnius – das „Jerusalem des Ostens“ in Vergangenheit und Gegenwart.

Einer Laudation auf den Yad Vashem Preisträger Adolph Kurt Böhm, Gerechter unter den Völkern, widmet sich das Zentrum Jüdischer Kultur am 15. Oktober, 17 Uhr, dargeboten von Bernd Weikl, Opernsänger, Buchautor und Opernregisseur. Musikalisch wird die Veranstaltung mit Liedern nach Texten von Heinrich Heine und Josef Böhm (jüd. Vater von Adolph Kurt Böhm) umrahmt, vorgetragen von Ruth Ingeborg Ohlmann (Sopran), am Flügel begleitet von Herr MD Roland Seiffarth, Leipzig.

Hin zu einer Partnerschaft zwischen Juden und Christen heißt es am 19. Oktober, 19 Uhr, bei einer Veranstaltung der Jüdisch-Christlichen Arbeits-gemeinschaft Leipzig, vorgetragen von Jehoschua Ahrens, Rabbiner in Darmstadt und Beauftragter für Interreligiösen Dialog des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen.

Am 24. Oktober, 19 Uhr, lädt die AG Jüdisches Leben des BV Waldstraßenviertel e. V. zu einem Vortrag von Hartmut Bockenheimer ins Ariowitsch-Haus ein. Darin geht es um „Wilhelm Haller – der vergessene Architekt“, der sich in Leipzig u. a. mit Ritualbauten auf den jüdischen Friedhöfen sowohl in der Berliner Straße als auch in der Delitzscher Straße hervorgetan hat, bevor er nach Israel emigriert ist.

Am 26. Oktober, 18 Uhr, folgt ein weiterer Vortrag der neuen Vortragsreihe „Im Archiv nicht vergessen – Leipziger jüdische Persönlichkeiten“ von Dr. Ittai Joseph Tamari. Hier spricht er über Ferdinand Lassalle (1825 Wrocław, Polen-1864 Carouge, Schweiz), einen der wichtigsten Denker des modernen Sozialismus im deutschsprachigen Raum und Wortführer der frühen deutschen Arbeiterbewegung. 1840 nahm er das Studium in der Leipziger Handelsschule auf, das er bald aufgab, da er sich nicht als Händler tätig sehen konnte. Er vertrat eine Gräfin im langjährigen Prozess gegen ihren Ehemann, schrieb Reden und unternahm kurz mit Karl Marx einige Versuche, die Arbeiterbewegung in Deutschland zu mobilisieren. In Folge eines Duells erlag er mit 39 Jahren seiner Schusswunde.

Gemeinsam mit dem Theater der jungen Welt Leipzig präsentiert das Ariowitsch-Haus für seine kleinen BesucherInnen am 31. Oktober, 16 Uhr, und am 1. und 2. November jeweils 10 Uhr das Theaterstück „Der überaus starke Willibald“: Ein Mäuserudel lebt friedlich und komfortabel in einem Haus. Taucht einmal ein Problem auf, wird es demokratisch gelöst: Jede Mäusestimme wird gehört. Bis der Mäuserich Willibald einen Moment der Verunsicherung nutzt: Er putscht sich an die Macht und errichtet ein autoritäres Regime. In Willi Fährmanns Stück werden jungem Publikum Motive und Themen der nationalsozialistischen Machtergreifung erschlossen und für eine gegenwärtige Auseinandersetzung geöffnet.

Das Iran-Israel-Musik-Projekt SISTANAGILA führt mit seinem Programm „Musikalische Affäre“ am 5. November, 17 Uhr, musikalisch in den November ein. Die in Berlin lebenden israelischen und iranischen Musiker suchen mit ihrem Projekt den Dialog. Die Musiker demonstrieren diesen Dialog in Sistanagila, indem sie aufeinander zugehen, einander neugierig lauschen und miteinander
spielen. Getragen von jahrhundertalter jüdischer und iranischer Musiktradition begeben sich die Musiker auf eine Reise, die sie am Ende zu sich selber führt.
Sie bedienen sich sowohl folkloristischer und religiöser Melodien aus Klezmer, sephardischer und traditionell persischer Musik als auch moderner und klassischer Kompositionen. Die unterschiedlichen Melodien und Motive, neu arrangiert mit Einflüssen von Flamenco und Jazz bis hin zu progressivem Metal, verschmelzen zu einer Musik, die etwas ganz Neues entstehen lässt und eine Brücke zwischen zwei Welten baut. Der Eintritt zum Konzert kostet 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Am 14. November, 19 Uhr, lädt der Bürgerverein Waldstraßenviertel e. V. zu einem Vortrag über die „letzte Prager deutsche Autorin“: Lenka Reinerova (1916-2008) in den Salon des Ariowitsch-Hauses ein, referiert von Frau Prof. Dr. Ilse Nagelschmidt. Mit dieser Schriftstellerin und Übersetzerin steht eine Jüdin und Kommunistin im Mittelpunkt des Vortrages, die in der Zeit der NS-Diktatur ihre gesamte Familie verlor, die nach 1939 u.a. mit Anna Seghers im mexikanischen Exil lebte und arbeitete und die 1952 und 1968 nach ihrer Rückkehr in ihr Heimatland hier politischer Willkür ausgesetzt war. In Texten wie „Es begann in der Melantrichgasse“ (1985) und „Das Traumcafé einer Pragerin“ setzt sie in ihren Erinnerungen Franz Carl Weiskopf, Egon Erwin Kisch, Bodo Uhse und Anna Seghers ein literarisches Denkmal.

Prof. Dr. Wolfgang Geier hält am 21. November, 18 Uhr, seinen letzten Vortrag in diesem Jahr. Das Thema ist eine der größten jüdischen Gemeinden: Breslau, wie es in der Vergangenheit hieß/ Wrocław, wie es heute heißt.

Tanzend verabschiedet sich das Zentrum Jüdischer Kultur am 26. November, 15 Uhr, mit der Wintergala „Ballet classique“ in den Dezember. Die Kinderballettgruppen des Ariowitsch-Hauses und Ballett Classique unter der Leitung von Irina Golubeva präsentieren dem Publikum zur mittlerweile 7. Wintergala viele neue Tanzstücke. Koordination: Walentina Trofimova

Das war die 12. Jüdische Woche in Leipzig (18. Juni bis 25. Juni 2017)

Eröffnung der Jüdischen Woche am 18. Juni 2017 – ein Rückblick.

Am Sonntag, den 18. Juni, 15 Uhr, fand die feierliche Eröffnung in der Gemeindesynagoge, Keilstraße 4, statt. Im Anschluss daran waren die Gäste zu einem kleinen Empfang mit historischem Antlitz geladen. Wir danken dem Schauspiel Leipzig für die wunderbare Unterstützung des historischen Empfangs.

Das gesamte Programm der Jüdischen Woche steht Ihnen hier zum Herunterladen als Programmheft mit dem dazu gehörigen Stadtplan (Innenseite) und Stadtplan (Außenseite) zur Verfügung.

Informationen zur Jüdischen Woche finden Sie unter www.leipzig.de/juedische-woche oder auf Facebook.

Jüdische Woche im Ariowitsch-Haus – ein Rückblick.

Zwischen dem 14. Juni und dem 25. Juni fanden 13 Veranstaltungen im Zentrum Jüdischer Kultur statt – 4 Ausstellungseröffnungen, 3 Konzerte sowie Vorträge, Tanztheater, Begegnungsabende und musikalisch-literarische Abende. Bei wunderschönem Sommerwetter und guter Stimmung blicken wir auf eine erfolgreiche jüdische Woche zurück.

Die nächste Jüdische Woche findet vom 23. Juni bis 30. Juni 2019 statt.

Unsere nächsten Veranstaltungen