Phantastische Gesellschaft. Gespräche über falsche und imaginierte Familiengeschichten der NS-Verfolgung

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Phantastische Gesellschaft. Gespräche über falsche und imaginierte Familiengeschichten der NS-Verfolgung

Juni 2-18:00 - Juni 2-19:30

02 Jun 18:00 - 19:30

Ariowitsch-Haus – Saal

Buchvorstellung und Lesung mit den Herausgebern Clemens Böckmann und Johannes Spohr.

Immer wieder werden in der Öffentlichkeit Fälschungen, Betrugsfälle und imaginierte Geschichten diskutiert, die im Zusammenhang mit der Shoah und dem Zweiten Weltkrieg wie auch der Erinnerung daran stehen. Meist inszenieren sich dabei christliche Deutsche öffentlich mit Familiengeschichten ehemals als jüdisch Verfolgte und führen diese teils als Legitimation und Grundlage ihres politischen Handelns an. Ihnen begegnet ein Publikum, das die Geschichten bereitwillig rezipiert.
In neun Gesprächen mit Personen unterschiedlicher Expertisen und Erfahrungen fragen Clemens Böckmann und Johannes Spohr nach den Voraussetzungen und Motivationen dieses Phänomens. Woher kommt das Bedürfnis, sich auf diese Weise mit den Opfern der Shoah zu identifizieren? Welche Rollen werden Opfern und Täterinnen gesellschaftlich zugewiesen? Sind dies die Auswirkungen und Folgen der ‚Erinnerungsweltmeisterschaft‘? Was bedeutet dies für den Umgang mit Zeitzeugenschaft? Wo liegen Grenzen einer faktenbasierten Erzählung, wo beginnt die Fiktion?

Details

Organizer

Deutsch-Israelische Gesellschaft Leipzig

Venue

Ariowitsch-Haus – Saal