Filmvorführung des preisgekrönten Filmes „The Last Flight of Petr Ginz“

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Filmvorführung des preisgekrönten Filmes „The Last Flight of Petr Ginz“

08/19/2018 - 17:00 Uhr - 08/19/2018 - 18:30 Uhr | Wiederkehrend (Alle anzeigen)

19 Aug 17:00 - 18:30 Uhr

Ariowitsch-Haus – Saal

und Finissage zur Ausstellung „Chava Pressburger – Impressionen in Papier“

Petr Ginz ist der Bruder von Chava Pressburger, der mit 16 Jahren in Auschwitz ermordet wurde. Mit 14 Jahren hatte er bereits 5 Romane geschrieben und ein Tagebuch über die Besetzung von Prag durch die Nationalsozialisten verfasst. Mit 16 Jahren hatte er bereits 170 Zeichnungen und Gemälde produziert, ein Untergrundmagazin im jüdische Ghetto herausgegeben und Kurzgeschichten geschrieben. Seine Kreativität nahm in den Gaskammern von Auschwitz sein trauriges Ende.

Durch Petr’s Kunst und Schriften, verflochten mit fantastischen Animationen, zeigt dieser unkonventionelle Film eine Reise von einem frühreifen Kind zu einem jungen Erwachsenen, von einem begabten Künstler zu einem Wunderkind bis zum Verlust der Unschuld. Obwohl Petr’s Leben in Auschwitz endete, ist dies keine tragische Geschichte sondern vielmehr ein Testament davon, wie die wunderbare und kreative Ausdrucksweise eines Jungen das Beste dessen repräsentiert, was uns menschlich macht.

Am 1. Februar 2003 – es wäre der 75. Geburtstag von Petr gewesen – explodierte das Spaceshuttle Columbia bei dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Unter den sieben Besatzungsmitgliedern war der israelische Astronaut Ilan Ramon (1954–2003). Mit in seinem Gepäck hatte der Sohn einer Auschwitz-Überlebenden eine Kopie von Petrs Zeichnung „Mondlandschaft“, als Erinnerung an die Opfer des Holocausts. Durch diesen tragischen Unfall wurde Petrs Name weltweit bekannt. Und diese Berühmtheit sorgte auch dafür, dass seine bis dahin verschollenen Tagebücher auf einem Dachboden eines Prager Mietshauses wiederentdeckt wurden. Diese Tagebücher bildeten 2014 die Grundlage für den mit mehreren Preisen ausgezeichneten Film „The Last Flight of Petr Ginz“. Die Filmemacher gingen damals davon aus, dass kein Astronaut noch einmal auf die Idee kommen würde, dieses Mission zu wiederholen. So entstand die Idee zu dem Titel. Doch fünfzehn Jahre nach dem tragischen Spaceshuttle-Unglück – am 21. März 2018 – trat der US-amerikanische Astronaut Andrew Feustel seinen dritten Raumflug an. Diesmal hatte auch er eine Kopie von Petrs Zeichnung „Mondlandschaft“ mit in seinem Gepäck. Auf diesem Weg vollendete Feustel Ilan Ramons Mission – an die Opfer des Holocausts zu erinnern – und setzte ein Zeichen dafür, dass die Erinnerung an den Holocaust niemals in Vergessenheit geraten darf und ebenfalls Chavas und Petrs Geschichte.

Details

  • Start:
    Aug 19 - 17:00 Uhr
  • Ende:
    Aug 19 - 18:30 Uhr
  • Eintritt:
    kostenlos
  • Event Category:

Veranstalter

Ariowitsch-Haus e. V.

Veranstaltungsort

Ariowitsch-Haus – Saal