BRUCH | STÜCKE – Die Novemberpogrome in Sachsen 1938

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BRUCH | STÜCKE – Die Novemberpogrome in Sachsen 1938

10/07/2018 - Uhr - 12/31/2018 - Uhr | Wiederkehrend (Alle anzeigen)

07 Okt - Uhr

Ariowitsch-Haus – Saal

Ausstellung

Eine Kooperation mit:

Im Herbst 2018 jähren sich die nationalsozialistischen Novemberpogrome zum achtzigsten Mal. Auf dem Gebiet des heutigen Sachsen sahen sich damals als Juden verfolgte Menschen flächendeckend Demütigungen und Gewalt bis hin zu Mord, Festnahmen, Wohnungs- und Geschäftszerstörungen sowie Plünderungen ausgesetzt. Synagogen und Einrichtungen der jüdischen Gemeinden wurden in vielen Fällen zerstört. Die Zahl der noch lebenden Zeitzeugen, die noch von den Ereignissen berichten können, nimmt indes altersbedingt immer weiter ab.
Die gleichzeitig an drei Orten gezeigte Ausstellung BRUCH|STÜCKE gibt erstmals einen Überblick über die sächsischen Novemberpogrome auch in kleineren Orten. Auf der Grundlage umfangreicher Recherchen stellt sie Menschen in den Mittelpunkt, die Verfolgte, Täter oder Zuschauer waren. Die Pogrome waren einerseits der Höhepunkt der fortgesetzten Radikalisierung der nationalsozialistischen Judenpolitik im Jahr 1938. In ihren Ausmaßen bildeten sie aber zugleich eine erschreckende Zäsur, nach der für die meisten Verfolgten nichts mehr so war wie zuvor.

Zur Ausstellungseröffnung am 7. Oktober sprechen:

Küf Kaufmann, Direktor Ariowitsch-Haus, Vorsitzender der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig, Präsidiumsmitglied des Zentralrat der Juden in Deutschland

Herr Dr. Matthias Haß, Staatsminister der Finanzen des Freistaates Sachsen

Dr. Johanna Sänger, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Kuratorin Stadt- und Landesgeschichte ab 1800

Daniel Ristau, Konzeption und Leitung Projekt BRUCH STÜCKE

Mit Musik von Samuel Seifert (Flügel) und Luba Claus (Gesang).

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

 

Foto: Blick auf die zerstörte Große Gemeindesynagoge, Gottschedstraße/Zentralstraße, 1938 © Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig

 

Weitere Kooperationspartner: HATiKVA e.V. Dresden, Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig, Jüdische Gemeinde zu Dresden, Jüdische Gemeinde Chemnitz, Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz

Mit freundlicher Unterstützung von: