Neue Vortragsreihe: Im Archiv nicht vergessen – Leipziger jüdische Persönlichkeiten

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Neue Vortragsreihe: Im Archiv nicht vergessen – Leipziger jüdische Persönlichkeiten

August 17-18:00 - August 17-19:30

17 Aug 18:00 - 19:30

Ariowitsch-Haus – Salon

Der Leiter des Zentralarchivs zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland Dr. Ittai Tamari spricht in seinem ersten Vortrag über:

Schmu’el Joseph Agnon (1888 Бучач, Ukraine – 1970 Rechowót, Israel) – einen der bedeutendsten israelischen Schriftsteller und Träger des Nobelpreises für Literatur des Jahres 1966.

Zwischen 1912-1924 und im Jahr 1930 lebte der junge Autor in Deutschland, zwischen Berlin und Leipzig. Hier lebte die Familie seines Bruders, hier fand er eine beschauliche Welt, in der Juden aus Osteuropa neben Gelehrten, Rabbinern, Büchersammlern und Händlern auf engem Raum verkehrten und ihn beeindruckten. Hier entstanden einige seiner Schriften, darunter „Herrn Lublins Laden“ (1974), ein bemerkenswerter Roman Leipzigs zur Zeit des Ersten Weltkrieges. Der „jüdischste Autor unter den Autoren“, wie er bereits Anfang des 20. Jahrhunderts genannt wurde, stellt ein leuchtendes Beispiel der „jüdischen Renaissance“ im deutschsprachigen Raum vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges dar. Im Vortrag werden Leipziger Merkmale und
Ansichten, die Agnon in seinem literarischen Werk einfädelte, besprochen.

Weitere Termine und Themen dieser Vortragsreihe:

14.09. Rafael Frank (1867 Ichenhausen – 1920 Leipzig) – Kantor und Religionslehrer der Israelitischen Religionsgemeinde in Leipzig. Er entwarf u.a. die meistverwendete hebräische Druckschrift „Frank-Rühl“, die 1908 in Leipzig bei der Schriftgießerei C. F. Rühl herauskam.

26.10. Ferdinand Lassalle (1825 Wrocław, Polen – 1864 Carouge, Schweiz) – einer der wichtigsten Denker des modernen Sozialismus im deutschsprachigen Raum und Wortführer der frühen deutschen Arbeiterbewegung. 1840 nahm er das Studium in der Leipziger Handelsschule auf, das er bald aufgab, da er sich nicht als Händler tätig sehen konnte.

22.03. Rabbiner David Feldmann (1884 Тальн, Ukraine – 1955 Manchester, England) – Rabbiner der orthodoxen Gemeinde in Leipzig zwischen 1910 – 1933 und Vorbild der gebildeten weisen jüdischen Gelehrten

26.04. Rabbiner Prof. Dr. Nathan Porges (1848 Prostějov, Mähren – 1924 Würzburg) – 1888-1917 Rabbiner der Reformgemeinde in Leipzig seit 1913 Professor an der Universität Leipzig. Hinzu kamen noch Tätigkeiten als Präsident der Leipzig-Loge von B’nai B’rith und Direktor der Liberalen Religionsschule in Leipzig. Er war ein Kenner der hebräischen Sprache, verfasste zahlreiche Bücher und besaß eine reichhaltige Privatbibliothek.

Details

  • Start:
    August 17-18:00
  • End:
    August 17-19:30
  • Cost:
    Kostenlos
  • Event Category:

Organizer

Ariowitsch-Haus e. V.

Venue

Ariowitsch-Haus – Salon