Projekte

Ein Song für Leipzig – ein Song für Sachsen

01.03.2017-31.12.2017

Zusammen mit Sebastian Krumbiegel („Die Prinzen“) lädt das Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch Haus e.V. zu einem interkulturellen Musikprojekt für Kinder zwischen 10 und 13 Jahren ein. Musikalisch interessierte Kinder jeder Religion und Herkunft können Schritt für Schritt aktiv dabei sein, wie ein „Song für Leipzig“ oder ein „Song für Sachsen“ geschrieben, komponiert, aufgenommen und aufgeführt wird.

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Im ersten Schritt entsteht mit Hilfe von Constanze John aus dem Haus des Buches Leipzig ein mehrsprachiger Songtext, der in die vielen verschiedenen (Mutter-)Sprachen der teilnehmenden Kinder übersetzt wird. Im zweiten Schritt komponieren die Kinder mit Sebastian Krumbiegel eine Melodie, die im dritten Schritt in der Musikschule Johann Sebastian Bach vertont und aufgenommen wird. Der fertige Song, der für ein „buntes Leipzig“ oder ein „buntes Sachsen“ steht, wird anschließend im Ariowitsch-Haus öffentlich aufgeführt und im Internet präsentiert.

Wir malen nach Chagall – Kindermalkurs

01.02.2017-31.07.2017

Zum 130. Geburtstag des weltberühmten Künstlers Marc Chagall veranstaltet das Ariowitsch-Haus ein integratives Malprojekt für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Der französische Künstler russisch-jüdischer Herkunft, der vor allem für seine farbintensiven Gemälde und fantasievoll-kindlichen Motive bekannt ist, sah sich als Weltbürger und setzte sich für Toleranz und Respekt ein.

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Ganz in diesem Sinne richtet sich auch das Projekt an Kinder jeder Herkunft und Religion, ob mit oder ohne Handicap und Migrationshintergrund. In zwei Malworkshops erschaffen die Kinder unter der professionellen Anleitung der Leipziger Künstlerinnen und Künstler Britta Schulze, Efim Kerzhner und Eta Zachäus Bilder nach den Motiven Marc Chagalls. Die Gemälde werden im Juni 2017 im Rahmen der Jüdischen Woche in einer Ausstellung präsentiert und sind ab September im Gebäude der Intendanz des MDR zu sehen.

Ein Bild für Leipzig – ein Bild für Sachsen

01.03.2017-31.12.2017

Im Anschluss an das Kunstprojekt „Wir malen nach Chagall“ sollen einheimische und besonders Flüchtlingskinder  und Kinder mit Migrationshintergrund die Möglichkeit bekommen, in weiteren vier Malworkshops ein Bild von „ihrem Leipzig“ oder “ihrem Sachsen“ zu zeichnen. Die Leitung dieser interkulturellen „Masterclass“ übernimmt der bekannte Leipziger Maler, Zeichner und Grafiker Michael Triegel.

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Die verschieden gestalteten Bilder der Kinder zeigen, wie vielfältig und farbenreich – im wahrsten Sinne des Wortes – die Kinder ihre neue Heimat wahrnehmen. Am Ende werden die Bilder in einer Vernissage präsentiert. Eine Auktion der Gemälde zu einem guten Zweck rundet die Veranstaltungsreihe ab.

Bildrechte: picture alliance / dpa / Waltraud Grubitzsch

ReMembering – Jüdische Lebenserinnerungen. Ein Netzwerk zur Stadtgeschichte Leipzigs.

 ab 1.5.2017

Wie können wir in einer Zukunft ohne Zeitzeugen die Erinnerung wachhalten an die Ereignisse von Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der ehemaligen jüdischen Bevölkerung Leipzigs? Wie kann nachfolgenden Generationen von der einst reichen jüdischen Geschichte Leipzigs erzählt werden und wie können wir auf heutige Erscheinungen eines latenten Antisemitismus reagieren? Die Projektgruppe

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EnterHistory! initiiert in Kooperation mit dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch Haus e.V. und anderen Partnern ein Projekt zur digitalen Stadtgeschichte. Dieses rückt autobiografische Quellen in den Fokus, veranschaulicht die Verbindung der facettenreichen jüdischen Geschichte mit der Geschichte Leipzigs und möchte insbesondere Jugendliche für den Umgang mit historischen Themen sensibilisieren. Ein weiteres Anliegen ist die Vernetzung der verschiedenen Akteurinnen und Akteure, die zum Thema jüdische Geschichte in Leipzig arbeiten.

zur Webpräsenz von ReMembering

Ephraim Carlebach

Erbe entdecken, Geschichte erzählen, Verantwortung übernehmen

01.07.2017 bis 30.06.2019

 „Andere schaffen Dinge, bestenfalls Geschehnisse, aber Menschen zu schaffen ist auch unter den Größten nur Wenigen beschieden.“ (Esriel Carlebach)

Leipzigs berühmtester Rabbiner wird 140.

Das Projekt Ephraim Carlebach, Erbe entdecken, Geschichte erzählen, Verantwortung übernehmen widmet sich nicht nur dem Leben des berühmtesten Rabbiners der Stadt Leipzig, sondern holt dessen Grenzgänge zwischen orthodoxen Judentum und nichtjüdischer Gesellschaft in die heutige Gesellschaft zurück.

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Das Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e.V. startet in Kooperation mit „EnterHistory!“ und der wissenschaftlichen Unterstützung des Kurators Dr. Marco Helbig ein breit aufgestelltes Projekt. Es werden Workshop-Programme an Schulen initiiert, die an Ephraim Carlebach und seine besondere Rolle in Leipzig erinnern sollen. Des Weiteren wird eine Ausstellung zum Geburtstag Ephraim Carlebachs 2019 eröffnet. Außerdem entsteht zeitgleich eine Onlinepräsenz, welche den Verlauf der Workshops, deren Ergebnisse und die Erarbeitung der Ausstellung dokumentiert.

 

Weitere Informationen zum Projekt: carlebach.info/

Das Projekt wird gefördert durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung.

Weltoffenes Sachsen – Eine Stadt für Alle

01.05.2016-31.12.2016

Ungefähr 20 Kinder (christlich, jüdisch und muslimisch) im Alter von 10-12 Jahren mit unterschiedlichen religiösen/kulturellen Hintergründen kommen im Workshop zusammen und tauschen sich über ihre Vorstellungen von einer idealen Stadt, einem idealen Zusammenleben aus. Sie erzählen über die Orte, an denen sie aufgewachsen sind.

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Im zweiten Schritt fertigen sie Zeichnungen von Räumen/Häusern/Orten an, die dann auf einer Tafel zu einer Stadtkarte organisiert werden. Welche Gemeinsamkeiten gibt es, welche Unterschiede? Wie lassen sich die verschiedenen Ansprüche des Einzelnen mit einem friedlichen Zusammenleben Vieler vereinbaren? Darüber sprechen die Kinder gemeinsam. Im dritten, zentralen Schritt sollen die entworfenen Gebäude gebaut werden. Die Kinder bilden Teams und nehmen sich die Umsetzung jeweiliger Bauten vor. Eine bunte Stadt entsteht.

Ziel dieses Projektes ist es, in frühem Alter Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlichen Hintergrunds zu ermöglichen und dadurch Vorurteile abzubauen und sie auf das Leben in einer heterogenen Gesellschaft vorzubereiten. Kinder sind meist noch weitestgehend frei von Vorurteilen und nehmen Unterschiede nicht als Bedrohung war. Durch die Begegnung mit Kindern anderer religiöser und kultureller Hintergründe, die sich gleichberechtigt in den Arbeitsprozess einbringen können, soll das Gefühl gestärkt werden, dass man trotz unterschiedlicher Vorstellungen etwas Gemeinsames schaffen kann.

Schalom – Jüdische Woche Leipzig 2017

18. Juni bis 25. Juni 2017

Die Jüdische Woche 2017 ist dem 170jährigen Jubiläum der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig gewidmet. Leipzig kann auf eine lange Tradition der jüdischen Kultur zurück blicken, die bereits im 13. Jahrhundert begann. Seit dem 19. Jahrhundert bis zur Machtübernahme des Nationalsozialismus prägten Persönlichkeiten jüdischen Glaubens Wissenschaft und Kultur in Leipzig.

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Unter dem Motto „Massel tov!“ soll die Geschichte der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig mit optimistischem Blick und viel Fröhlichkeit in den Mittelpunkt gestellt werden. Die Jüdische Woche 2017 präsentiert dabei ein lebendiges und vielseitiges Judentum. Dieses Festival gibt die Möglichkeit, ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen, ein breites Spektrum des heutigen jüdischen Lebens in Leipzig zu zeigen und mit einem positiven und wachsamen Blick in die Zukunft zu schauen. Man betrachtet das Festival als eine große „Geburtstagsfeier“, die durch die ganze Stadt auf die einzelnen Veranstaltungsorte verteilt ist. Die Veranstaltungen schmücken als „Geschenke“ diese Feier.

Die Jüdische Woche 2017 soll ein breites Publikum ansprechen, aber besonders die jüngeren Menschen. Von der ungewöhnlich gestalteten Eröffnungsfeier in der Synagoge bis zu Veranstaltungen wie „Cinema schalom“ der Cinémathèque, „Meschugge Party“ im Werk 2 und den Veranstaltungsreihen im Ariowitsch-Haus  wird ein buntes „Veranstaltungskonfetti“ über die gesamte „Feier“ gestreut.

Auch 2017 soll der Dialog zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Leipziger BürgerInnen gefördert und das Verständnis für die jüdische Tradition und Kultur vertieft werden. Die traditionellen Elemente der Jüdischen Woche wie die Gottesdienste an Schabbat und die Musik an der Gedenkstätte in der Gottschedstraße bleiben selbstverständlich erhalten. Die Publikation des Buches zu 170 Jahren Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig und die entsprechende Ausstellung im Ariowitsch-Haus sollen einen besonderen Akzent innerhalb der Jüdischen Woche setzen.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf www.leipzig.de/juedische-woche oder auf Facebook unter Juedische Woche in Leipzig.

Die nächste Jüdische Woche findet vom 23. Juni bis 30. Juni 2019 statt.

Fiedler auf dem Dach 2017

01.03.2017-31.12.2018

Das Kinder- und Jugendprojekt findet seit sechs Jahren im Ariowitsch-Haus, Zentrum Jüdischer Kultur statt. Kinder und Jugendliche verschiedener Kulturen – mit unterschiedlicher Religionszugehörigkeit oder konfessionslos – sind eingeladen, um mit den Mitteln der Kunst (Tanz, Theaterspiel, Malen und Musizieren) Berührungsängste, Vorurteile und Hemmungen abzubauen und einander besser kennen zu lernen.

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Das Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 6 -17 Jahren aus der jüdischen Gemeinde und der Nachbarschaft des Ariowitsch-Hauses, sowie aus benachbarten und interessierten Schulen.  Es ist für alle Kinder und Jugendliche geeignet, die kunstbegeistert sind oder einfach gern Neues kennenlernen möchten. Die Einladung zu Proben als Zuschauer weckt Interesse und macht neugierig. Damit werden letzte Vorbehalte ausgeräumt.

Der Fokus ist auf die Begegnung von jüdischen und deutschen Kindern gelegt, um die Integration und Toleranz gegenüber fremden Religionen und Kulturen zu fördern. Das Projekt ist ausdrücklich auch offen für konfessionslose Kinder und Angehörige anderer Konfessionen.